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Jungfrau - Wachsen, Reifen, Ernten (22.8-21.9.)

Wachsen - Reifen - Ernten-

Sich nützlich machen, lieben was Du tust

 

Der letzte Sommermonat wird vom Tierkreiszeichen Jungfrau bestimmt. Die Sonne verliert an Kraft, das Licht wird deutlich weniger.  Im Jungfrau-Monat treten die feurigen, expansiven Kräfte des Löwe-Zeichens zurück, wir werden besinnlicher, dürfen ausruhen und warten bist die Früchte unserer Arbeit, unseres persönlichen Einsatzes ausgereift sind und empfangen werden können. Es ist der Monat, in dem die Ernte eingefahren wird, in dem wir für die dunkle Jahreszeit vorsorgen. Erste Anzeichen von Vergänglichkeit treten wieder ins Bewusstsein. 

 

 

Vielleicht gelten Jungfrau-Geborene auch deshalb als besonders vorsichtig und können ihre Hände erst dann in den Schoß legen, wenn sie sicher sind, dass alles in Ordnung ist, dass sie alles getan haben, was getan werden muss. Denn das ist auch die Forderung: Die Welt ist Dein Arbeitsplatz, an dem Du Dich nützlich machen sollst. Liebe was Du tust! Jungfrauen gehen dabei stets sehr genau und mit besonderer Aufmerksamkeit für jedes noch so kleine Detail vor. Wenn sie überzeugt sind, dass sie ihre Pflichten, ihre Arbeiten und ihren Teil zur Verbesserung der Umstände in der Welt beigetragen haben, können sie in Ruhe warten und den verdienten Lohn empfangen.

 

Jungfrau ist ein Erdzeichen und auf den Menschen übertragen, entspricht Erde dem physischen Leib. Jungfrau-betonte Menschen haben ein sehr ausgeprägtes Gefühl für ihren Körper und damit auch für das was krank machen kann. Das Motiv, das hier dahinter liegt, ist ein Selbstverständnis, dass unterscheiden möchte zwischen dem was dem Leben dient und dem was dem Leben nützt oder schadet. Was der Körper braucht wird behalten, was er nicht braucht wird ausgeschieden. So wird Ordnung in die Welt gebracht, um gesund und im Einklang mit den Naturgesetzen zu leben. 

 

Für Jungfrau-betonte Menschen ist es wichtig "Fehler" machen zu dürfen, um daraus zu lernen. Das Umfeld und sich selbst zu beherrschen, zu kontrollieren und es immer richtig machen zu wollen, führt zwangsläufig zu mangelndem Vertrauen, Kritiksucht und Unzufriedenheit. Bei der Frage nach richtig oder falsch muss sich Jungfrau auf den Gegenpol Fische beziehen. Fische-Weisheit besagt: "Die Welt ist wie sie ist und so ist sie in Ordnung. Es wird für mich gesorgt, einfach so." Hier hilft es zu fragen: Wo ist Angst oder Vorsicht mein Freund und guter Helfer und wo hemmt und erstickt sie mich und mein Leben?  Wenn wir diese andere, diese göttliche Ordnung anerkennen, wächst daraus Vertrauen. Wir können freundlicher mit uns selbst sein und dem inneren Kritiker nicht mehr so viel Raum geben.

 

Was die Liebe betrifft, so ist es jetzt besonders wichtig, dass diese frei von Bedingungen und Forderungen gehalten wird. Liebe ist nicht selbstverständlich und muss zugelassen und kultiviert werden. Sie braucht tägliche Pflege, frei von Zweck- und Nützlichkeitsdenken. Besonders dann wenn die Mühe des Alltags auf uns lastet oder uns Ungerechtigkeit widerfahren ist. 

 

In diesem Sinne hab Vertrauen und gib Dich dem Leben, so wie es sich Dir in jedem Moment zeigt, hin.

Das Leben selbst ist der größte Lehrer.

 

Deine Julia