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Krebs - Ich fühle, ich träume, ich wünsche mir (21.6.-22.7.)

                                           Bild: Ankush Minda, unsplash         

Es ist überall gut, aber zuhause ist es am besten.

 

Zur Sommersonnwende betritt die Sonne den Himmelsabschnitt, den wir mit dem Symbol von Krebs verbinden. Der längste Tag ist vorbei, die Sonne legt den Rückwärtsgang ein. 

 

Krebs-Geborene sind im Gegensatz zu Zwillingen weit mehr gefühls- als verstandesorientiert. Sie haben Gefühle, sie zeigen Gefühle und sie brauchen Gefühle. Auch die Sprache ist eine andere. Nicht intellektuell, rational, sondern eine Sprache der Bilder: in Träumen, in Märchen und in Mythen. Zum Zeichen Krebs gehört die Welt der Nacht, des Unbewussten, der Intuition und Inspiration, all das was aus dem Unbewussten schöpferisch gelebt werden kann. Da sind sie zuhause, da sind sie groß.

 

Das Tierkreiszeichen Krebs gehört zum Element Wasser. Hier fließen wir mit Stimmungen und Emotionen mit, lassen uns beeindrucken, wir schwingen mit. Und da Gefühle naturgemäß wechseln, ist unsere Seelenlage nicht sonderlich stabil, sondern Schwankungen unterworfen. Auch das Bewusstsein für den physischen Körper ist nicht so stark, wir fühlen uns hautlos. Wir sind durchlässiger, empfindsamer, verletzbarer und deshalb besonders angewiesen auf freundliche und liebevolle Zuwendung, auf  Verständnis, auf das unmittelbar Menschliche, auf Seelennahrung. So verwundert es nicht, dass es auch viele „verpanzerte“ Krebse gibt, die zum Schutz vor Verletzungen eine Mauer um sich errichten. Umso wichtiger ist es für sie, einen Platz zu finden, an dem sie sich vertraut fühlen, von dem sie wissen: hier gehöre ich hin! Und wenn das der Fall ist, kümmern sie sich rührend um ihre Nächsten, sind fürsorglich und liebevoll und wissen am allerbesten wie man eine nährende und schöne Umgebung, eben ein Zuhause schafft.

 

Im Zeichen Krebs geht es auch darum, den Weg nach innen anzutreten, die Anbindung an die Quelle tief im Innern nicht zu verlieren. Und von dort zu wachsen, sich zu entwickeln und die individuelle Persönlichkeit zu werden die sie sind - losgelöst von kollektiven Abhängigkeiten und der Geborgenheit der Herkunftsfamilie.

Denn die Schattenseite des Krebses ist eine Energie, die sich bildlich gesprochen nicht aus dem Mutterleib hinaus entwickeln will: der ewige Sohn und die ewige Tochter, die nicht erwachsen werden wollen. Die Kunst liegt darin, mutig den eigenen Weg aus der Geborgenheit des Nests zu gehen und gleichzeitig die eigenen Wurzeln zu schätzen, das Gute der eigenen Herkunft zu erinnern. Meditation kann hier sehr hilfreich sein, denn das Tor zum Unbewussten, zu Bildern, zum Ursprung ist vertraut und leicht zugänglich. 

 

Ganz im Sinne dieser Zeit, sorge gut für Dich und gönne Dir den Rückzug den du brauchst. Lenke Deine Aufmerksamkeit immer wieder bewusst nach Innen. Verbinde Dich mit Deiner Seele, um Dich zu fühlen, wahrzunehmen und zu erinnern wer Du in der Tiefe bist. Achte auf Deine Träume und Sehnsüchte. Und, umgib Dich mit lieben Menschen, die freundlich sind, die Dir gut tun.

 

Ich wünsche Dir alles Liebe,

Julia